Equipment
Meine Ausrüstung für die Astrofotografie
Montierung & Stativ
Als Hauptmontierung und Nachführung kommt bei mir eine Skywatcher EQ6-R Pro zum Einsatz. Seit April 2023 ist diese fest auf einer Primalucelab-C82-Säule montiert. Da der Auf- und Abbau aktuell noch viel Zeit kostet, plane ich als nächstes Projekt einen verschiebbaren Wetterschutz auf Schienen. Als mobile Ergänzung kam im Mai 2026 eine Skywatcher AZ-GTi dazu. Diese kleine Montierung ist perfekt für unterwegs und kommt hauptsächlich für die optische Sonnenbeobachtung, die Sonnenfotografie und für Milchstraßenfotos zum Einsatz.
Teleskop – Newton 1000 mm
Skywatcher 200PDS Newton – 200 mm Durchmesser, 1000 mm Brennweite. Folgende Optimierungen wurden durchgeführt: Der Tubus ist innen mit schwarzer Velour-Folie ausgekleidet. Okularauszug, hinterer Fangspiegel und die Fangspiegel-Streben wurden mit schwarzer Farbe (Lacerta Black) lackiert, um Reflexionen zu vermeiden. Für eine bessere Sternabbildung ist ein Blendenring am Hauptspiegel verbaut, zum verkippungsfreien Klemmen der Kamera ein Baader Clicklock. Hinten sitzt eine schwarze Haube gegen Streulicht. Da ich momentan alles mit der ASIAIR steuere, ist zudem der ZWO EAF Motorfokus verbaut.
William Optics Redcat 51
Ein kleiner, aber feiner Flatfield-Apo mit 4-elementigem Petzval-Design. Er hat eine Öffnung von 51 mm und eine Brennweite von 250 mm, was ein Öffnungsverhältnis von f/4,9 ergibt. Durch die geringe Brennweite ist er optimal für Weitfeld-Aufnahmen geeignet. Auch hier habe ich den ZWO EAF Motorfokus verbaut.
Acuter Elite Phoenix 40
Seit Mai 2026 nutze ich das Acuter Elite Phoenix 40 für Sonnenbeobachtung und -fotografie. Das Besondere ist der eingebaute H-Alpha-Spezialfilter: Während man mit normalen Sonnenfiltern die Sonne nur als weiße Scheibe mit eventuellen Sonnenflecken sieht, macht dieses Teleskop die aktive, äußere Schicht der Sonne sichtbar. So lassen sich gigantische Gas- und Plasmaausbrüche (Protuberanzen) am Sonnenrand sowie Strukturen auf der Oberfläche live beobachten. Mit seiner handlichen Größe ist es ideal, um spontan die Aktivität unseres Heimatsterns einzufangen.
Kameras
Als Hauptkamera für Deep-Sky nutze ich seit Februar 2024 die ZWO ASI 2600MM Pro – eine gekühlte Mono-Astrokamera. Davor war die ZWO ASI 2600MC Pro im Einsatz. Als Guiding-Kamera dient die ZWO ASI 290MM Mini. Für Sonne, Mond und Planeten verwende ich seit Mai 2026 die ZWO ASI 676MC mit quadratischem Sensor. Für Landschaften und die Milchstraße kommt eine Canon EOS 2000D mit verschiedenen Objektiven zum Einsatz. Zudem läuft eine Allsky-Kamera, die Tag und Nacht den Himmel im Blick hat – inklusive Zeitraffer, Keogramm und Startrails. Und natürlich gibt es auch eine Webcam, mit der man jederzeit live auf den Standort schauen kann.
Zubehör
Zusätzlich verwende ich u. a.: TS-Optics Newton Koma-Korrektor 1,0× Skywatcher Newton Koma-Korrektor 0,86× ZWO OAG (Off-Axis-Guider) · ZWO EFW (Filterrad) TeleVue 3× Barlow 1,25" · TS-Optics Concenter 2" TS-Optics Justierlaser 1,25" · Taukappe · Leuchtplatte für Flats Seit dem Umstieg auf die Mono-Kamera nutze ich LRGB- und Schmalbandfilter (SII & OIII) von ZWO mit 7 nm, seit 2026 zusätzlich einen H-Alpha-Filter der Antlia-Pro-Serie mit 3 nm. Vorher waren u. a. der L-eXtreme sowie SII- und Klarglasfilter von Optolong im Einsatz.
Software
Meine Sessions plane ich vorab mit Stellarium. Für Aufnahme und Steuerung nutze ich die ASIAIR, bei Sonne, Mond und Planeten zusätzlich SharpCap oder ASIStudio. Beim Stacking kommt für Sonne, Mond und Planeten AutoStakkert! zum Einsatz, für Deep-Sky der AstroPixelProcessor. Die Hauptbearbeitung erfolgt in PixInsight – mit Tools wie GraXpert, StarXTerminator und NoiseXTerminator. Den letzten Feinschliff gebe ich den Bildern in Photoshop, unter anderem mit der Nik Collection 7.
Ehemalige Ausrüstung
Askar 120APO verkauft
Der Askar 120APO ist ein hochwertiger 120-mm-APO-Refraktor mit exzellenter Farbkorrektur und hoher Schärfe. Mit dem 1×-Flattener bleibt die Brennweite von 840 mm (f/7) erhalten, mit dem 0,8×-Reducer/Flattener verkürzt sie sich auf 672 mm (f/5,6). Zudem ist ein ZWO EAF (elektronischer Autofokus) für präzise, automatisierte Fokussierung verbaut.
Teleskop – Newton 518 mm verkauft
Skywatcher 150 Quattro Newton – 150 mm Durchmesser, 600 mm Brennweite. Durch den Komakorrektor ergibt sich eine Brennweite von 518 mm und ein Öffnungsverhältnis von f/3,45, was das „kleine“ Teleskop zu einer Fotomaschine macht. Folgende Optimierungen wurden durchgeführt: Der Tubus ist innen mit schwarzer Velour-Folie ausgekleidet. Okularauszug und hinterer Fangspiegel wurden mit Lacerta Black lackiert; dazu kamen eine gefräste Fangspiegelhalterung und ein Blendenring von Backyard-Universe. An den Streben sorgt Velour-Folie für schönere Spikes. Statt des Baader Clicklock wurde ein Artesky Twistlock verbaut. Auch hier verhindert eine schwarze Haube Streulicht von hinten, und der ZWO EAF Motorfokus ist verbaut.
Teleskop – APO 70 mm verkauft
TS-Optics CF-APO 70 mm – der kleine apochromatische Refraktor hat eine Öffnung von 70 mm und eine Brennweite von 420 mm. Um ihn fotografisch optimal zu nutzen, habe ich den Korrektor TS-Optics Refraktor 0,79× verbaut. Dieser reduziert die Brennweite auf ca. 332 mm; bei korrektem Abstand zum Kamerasensor sind die Sterne bis in die Ecken punktförmig. Auch bei dieser kleinen Fotomaschine ist der ZWO EAF Motorfokus verbaut.